Heute morgen sind wir wohlbehalten auf den Bermudas angekommen. Jetzt erst mal schlafen und Schiff aufklaren. Bericht folgt.
Mittwoch, 21. Mai 2014
Mittwoch, 14. Mai 2014
Überfahrt zu den Azoren
Sonntag, 18. Mai: 6. Tag auf See
Heute Morgen um 4:00 Uhr (Bordzeit) haben wir über Amateurfunk mit Thierry die Wetter- und Windsituation beraten. Zwischen uns und den Azoren tausend Meilen Flaute und keine Aussicht auf Änderung.
Später mit Carsten telefoniert. Die Empfehlung an uns: zu den Bermudas fahren und dort auf günstigere Verhältnisse warten. Dem haben wir uns angeschlossen. Seit Stunden läuft nun der Motor und treibt uns durch das glatte Wasser weiter nach Norden. Mittwoch hoffen wir dort anzukommen. Den Tag haben wir genutzt um das fällige Brot zu backen. Die Schleppangel wurde auch nach langer Pause aktiviert. Siehe da, heute am Nachmittag hatten wir eine kapitale Goldmakrele gefangen. Die nächsten zwei Tage gibt es also Fisch.
Position um 21.00 UTC: 27°32 N; 63°55 W.
Samstag, 17. Mai: 5. Tag auf See
Heute Nacht ein besonderes Erlebnis. Bei völliger Windstille treiben wir im Meer. Nur die Genoa ist gesetzt und straff gespannt, um das Rollen in der trägen Dünung etwas zu mildern. Die einzigen Geräusche kommen vom Schiff selbst. Klacken, Schlagen, Klicken aller Orten. Das Ankerlicht ist gesetzt. Ob wir so schlafen können? Morgen Nachmittag soll etwas Wind aus Nord kommen. So wird die Reise wohl etwas länger dauern. Heute haben wir nochmal überlegt, ob es nicht klüger wäre, zu den Bermudas zu motoren (drei Tage) um dort auf eine stabilere Wettersituation zu warten. Morgen wollen wir entscheiden. Die ersten Seetage sind aber überwunden, uns geht es gut. Position: 26°45N; 63°35W.
Freitag, 16. Mai: 4. Tag auf See
Gestern war beschauliches Segeln bei 10 bis 14 kn aus ENE. Etmal nur 119 sm, aber wenig Welle und eine mondbeschienene Nacht. Heute morgen, kurz vor dem Frühstück kam eine graue Wolkenwand heran, kurz darauf Schauer und Böen. Seitdem weht es beständig 17 bis 21 kn ENE. Wir sind wieder schneller, aber aus dem Bordleben ist mehr ein Ausharren geworden. Ungemütlich. Das Schiff kracht immer wieder in die Wellentäler. Wie soll man da Lust auf eine richtige Mahlzeit bekommen?
Ausserdem geht es immer weiter nach Norden und wir warten nach wie vor auf eine Windänderung, die uns den Weg zu den Azoren frei macht.
Position um 18:00 UTC: 2445 N; 6320 W. 400 sm seit St. Martin.
Mittwoch, 14. Mai: 2. Tag auf See
Heute war ein schöner Tag. Guter Wind um 15 bis 17 kn, trocken und keine Böen. Das Schiff zieht mit 5 bis 6 kn durch den blauen Atlantik. Es ist sehr warm, besonders im schlecht gelüfteten Schiff. Uns geht es noch nicht richtig gut, Petra leidet noch mehr als ich und isst kaum etwas. Es ist aber schon etwas besser. Wir bauen auf morgen.
Der Wind kommt aus ENE und zwingt uns weiterhin nach Norden, Richtung Bermuda. Das macht die gesamte Strecke natürlich wesentlich länger.
Die Sonne geht gerade unter und bald wird der Vollmond über dem Meer stehen. Das freut den Nachtwächter.
Position: 2057N; 6307W
Unterwegs
Gestern Vormittag ging es endlich los. Der starke und andauende Regen am Montag hatte unsere Vorbereitungen etwas durcheinander gebracht. Also noch kurz ein letzter kleiner Einkauf und Schiff seeklar machen.
Auf gehts. Intzwischen ist Mitternacht und wir sind 75 Meilen weit gekommen. Westlich um Anguila ging es nach Norden. Petra liegt etwas seekrank in der Koje. Gegessen haben wir wenig. Es ist ruppiger als erwartet und wir müssen uns erst wieder einleben auf dem schlingernden und bockenden Schiff. Unser Kurs führt uns zur Zeit eher nach Bermuda als zu den Azoren. Wir kommen aber gut voran.
Position: 19°15 N; 63°09 W.
Heute Morgen um 4:00 Uhr (Bordzeit) haben wir über Amateurfunk mit Thierry die Wetter- und Windsituation beraten. Zwischen uns und den Azoren tausend Meilen Flaute und keine Aussicht auf Änderung.
Später mit Carsten telefoniert. Die Empfehlung an uns: zu den Bermudas fahren und dort auf günstigere Verhältnisse warten. Dem haben wir uns angeschlossen. Seit Stunden läuft nun der Motor und treibt uns durch das glatte Wasser weiter nach Norden. Mittwoch hoffen wir dort anzukommen. Den Tag haben wir genutzt um das fällige Brot zu backen. Die Schleppangel wurde auch nach langer Pause aktiviert. Siehe da, heute am Nachmittag hatten wir eine kapitale Goldmakrele gefangen. Die nächsten zwei Tage gibt es also Fisch.
Position um 21.00 UTC: 27°32 N; 63°55 W.
Samstag, 17. Mai: 5. Tag auf See
Heute Nacht ein besonderes Erlebnis. Bei völliger Windstille treiben wir im Meer. Nur die Genoa ist gesetzt und straff gespannt, um das Rollen in der trägen Dünung etwas zu mildern. Die einzigen Geräusche kommen vom Schiff selbst. Klacken, Schlagen, Klicken aller Orten. Das Ankerlicht ist gesetzt. Ob wir so schlafen können? Morgen Nachmittag soll etwas Wind aus Nord kommen. So wird die Reise wohl etwas länger dauern. Heute haben wir nochmal überlegt, ob es nicht klüger wäre, zu den Bermudas zu motoren (drei Tage) um dort auf eine stabilere Wettersituation zu warten. Morgen wollen wir entscheiden. Die ersten Seetage sind aber überwunden, uns geht es gut. Position: 26°45N; 63°35W.
Freitag, 16. Mai: 4. Tag auf See
Gestern war beschauliches Segeln bei 10 bis 14 kn aus ENE. Etmal nur 119 sm, aber wenig Welle und eine mondbeschienene Nacht. Heute morgen, kurz vor dem Frühstück kam eine graue Wolkenwand heran, kurz darauf Schauer und Böen. Seitdem weht es beständig 17 bis 21 kn ENE. Wir sind wieder schneller, aber aus dem Bordleben ist mehr ein Ausharren geworden. Ungemütlich. Das Schiff kracht immer wieder in die Wellentäler. Wie soll man da Lust auf eine richtige Mahlzeit bekommen?
Ausserdem geht es immer weiter nach Norden und wir warten nach wie vor auf eine Windänderung, die uns den Weg zu den Azoren frei macht.
Position um 18:00 UTC: 2445 N; 6320 W. 400 sm seit St. Martin.
Mittwoch, 14. Mai: 2. Tag auf See
Heute war ein schöner Tag. Guter Wind um 15 bis 17 kn, trocken und keine Böen. Das Schiff zieht mit 5 bis 6 kn durch den blauen Atlantik. Es ist sehr warm, besonders im schlecht gelüfteten Schiff. Uns geht es noch nicht richtig gut, Petra leidet noch mehr als ich und isst kaum etwas. Es ist aber schon etwas besser. Wir bauen auf morgen.
Der Wind kommt aus ENE und zwingt uns weiterhin nach Norden, Richtung Bermuda. Das macht die gesamte Strecke natürlich wesentlich länger.
Die Sonne geht gerade unter und bald wird der Vollmond über dem Meer stehen. Das freut den Nachtwächter.
Position: 2057N; 6307W
Unterwegs
Gestern Vormittag ging es endlich los. Der starke und andauende Regen am Montag hatte unsere Vorbereitungen etwas durcheinander gebracht. Also noch kurz ein letzter kleiner Einkauf und Schiff seeklar machen.
Auf gehts. Intzwischen ist Mitternacht und wir sind 75 Meilen weit gekommen. Westlich um Anguila ging es nach Norden. Petra liegt etwas seekrank in der Koje. Gegessen haben wir wenig. Es ist ruppiger als erwartet und wir müssen uns erst wieder einleben auf dem schlingernden und bockenden Schiff. Unser Kurs führt uns zur Zeit eher nach Bermuda als zu den Azoren. Wir kommen aber gut voran.
Position: 19°15 N; 63°09 W.
Dienstag, 13. Mai 2014
Marigot, 12. Mai 2014
Endlich scheint der große Regen
abgezogen zu sein. Alles ist Klamm, manche graue Wolke zieht noch vorbei.
Jetzt noch ein kleiner letzter
Einkauf, dann das Dingi an Deck und zur Tankstelle.
Mit reichlichen Reservekanistern voll
Diesel und Wasser kann es auf den Weg gehen.
Gemeinsam mit Wolfgang (Longtime
Work), Heinz (Lady Katrin) und natürlich Farida und Hubert (Mar Lena) wollen
wir noch heute Vormittag nach Norden starten. Die Wetterentwicklung scheint
nicht eindeutig. Also wissen wir noch nicht ob wir direkt zu den Azoren oder
doch mit einem Zwischenstop auf Bermuda reisen werden.
Wir werden versuchen, von
unterwegs zu berichten.
Mittwoch, 30. April 2014
Marigot, St. Martin, 30. April 2014
Die Tage vergehen wie im Fluge.
Seit sechs Wochen sind wir auf St. Martin. Die Arbeiten am Schiff sind
weitgehend erledigt, die Windsteuerung ist gereinigt, Leinen sind überprüft, Blöcke gefettet, das dritte Reff ist eingerichtet, Getriebeöl kontrolliert,
Dieselfilter erneuert, der Rumpf bis zum Kiel gereinigt, ebenso der Propeller.
80
Liter Trinkwasser in Flaschen stehen unter dem Tisch. Milch, Saft und
Kaffee füllen die Schapps. Haushalts-
und Klopapierrollen verstopfen die Hundekoje.
Es fehlen natürlich die frischen
Sachen. Die werden am letzten Tag gekauft. Diesel- und der Wassertank müssen
noch gefüllt werden. Dann könnte es losgehen.
Letzte Woche waren wir auf einem
Seglertreffen, bei dem selbsternannte Experten und erfahrene Segler zur
Nordatlantikpassage referiert haben: Wetter, beste Route, Kommunikation auf See
usw. Abgesehen davon, dass mancher Seebär in völlig unverständlichem Englisch
kauderwelschte, war es ganz interessant. Natürlich haben wir uns schon mit den
meisten Fragen befasst, aber insbesondere die genaue Route ist immer wieder zu
bedenken. Die Großkreisroute (die kürzeste Strecke) führt normalerweise durch
ein großes Gebiet mit schwachen Winden oder gar Flaute mitten in das Azorenhoch.
Man ist also gut beraten, einen nördlichen Bogen zu fahren, der uns Idealerweise auf der Grenze zwischen Azorenhoch und den Tiefs im Norden zu den Azoren führt. Dadurch wird der Weg allerdings länger. Da hoffen wir unterwegs auf die gute Beratung durch Carsten aus Wedel, mit dem wir über das Amateurfunk-E-Mail-Programm in Kontakt zu bleiben hoffen.
Dazu haben wir einige Tests gemacht. Endgültige Gewissheit, ob auch alles funktioniert werden wir allerdings erst auf See haben, da hier in der Bucht die vielen Masten den Empfang stören. Langsam füllt sich die Bucht mit Fahrtenseglern aller Nationen. Viele wollen über den Atlantik.
Man ist also gut beraten, einen nördlichen Bogen zu fahren, der uns Idealerweise auf der Grenze zwischen Azorenhoch und den Tiefs im Norden zu den Azoren führt. Dadurch wird der Weg allerdings länger. Da hoffen wir unterwegs auf die gute Beratung durch Carsten aus Wedel, mit dem wir über das Amateurfunk-E-Mail-Programm in Kontakt zu bleiben hoffen.
Dazu haben wir einige Tests gemacht. Endgültige Gewissheit, ob auch alles funktioniert werden wir allerdings erst auf See haben, da hier in der Bucht die vielen Masten den Empfang stören. Langsam füllt sich die Bucht mit Fahrtenseglern aller Nationen. Viele wollen über den Atlantik.
Die Wettervorhersagen zeigen noch
ungünstige Bedingungen. Ein großes Flautengebiet steht nördlich von uns. In der kommenden Woche könnte sich das aber ändern.
Das müssen wir abwarten, trotz steigender Ungeduld. Irgendwann müssen wir uns allerdings für den Aufbruch entscheiden.
Bis dahin verbringen wir die Zeit mit Ausflügen über die Insel. Auch den Karneval in Philipsburg haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
Bis dahin verbringen wir die Zeit mit Ausflügen über die Insel. Auch den Karneval in Philipsburg haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
Donnerstag, 10. April 2014
Grand Case, St. Martin, 10. April 2014
Heute sind wir in die Grand Case gewechselt, eine Ankerbucht nur 3,5 sm nördlich von Marigot. Eine kleine Luftveränderung war mal wieder angebracht. Allerdings hat St. Martin diesbezüglich nicht sehr viel zu bieten.
Die Insel ist klein (ca. 15 Km in der längsten Ausdehnung), aber
dicht besiedelt. Besonders der südliche, niederländische Teil ist mit
Ferienanlagen, Restaurant und Gewerbebetriebe zugepflastert, so zwischen
Ballermann und Hamm Süd. Der nördliche, französische Teil ist etwas weniger
verdorben und erinnert an französische Provinzstädtchen. Die Hügel in der
Umgebung sind recht karg bewachsen. Das Wasser in den Buchten ist aber klar und
schimmert in Blau- und Türkistönen.
Die letzten drei Wochen haben wir
in der Marigot Bay verbracht und wenig Aufregendes unternommen. Wir sind einige
Male mit dem Bus über die Insel gefahren, z.B. nach Philipsburg wo bis zu 6
Kreuzfahrtriesen gleichzeitig liegen. Das Ortszentrum ist dann eine einzige
Duty-Free Meile wo sich tausende von Touristen durchschieben. Oder in den
Ortsteil Cole Bay an der Simpson Bay Lagoon, wo große Schiffsausrüster zollfrei
Ausrüstung anbieten (der Traum aller Segler) und außerdem alle nur denkbaren
Reparaturbetriebe zu finden sind.
Wir waren natürlich auch an der
Maho Bay. Dort liegen hunderte rot verbrannte Pauschalurlauber dicht an dicht.
Die eigentliche Attraktion sind die großen Flieger, die in nur wenigen Metern
Höhe über den Strand donnern, um direkt dahinter auf der Landebahn aufzusetzen.
Beim Start der Ferienflieger ist alles in eine Sandwolke gehüllt, Hüte,
Sonnenschirme und Handtücher fliegen ins Wasser und mutige junge Männer krallen
sich an den Zaun, um nicht vom Kerosin geschwängerten Sturm weggeblasen zu
werden.
Marigot dagegen ist schön
beschaulich, die Hauptattraktionen sind die Boulangerie und der Super-U, wo es
leckeren Käse und sonstige Köstlichkeiten gibt.
Auch auf einem maritimen Flohmarkt
waren wir aktiv und haben das Schiff erfolgreich um ca. 50 kg erleichtert.
Die Abende werden oft mit
gegenseitigen Einladungen verbracht. Das ist immer sehr gesellig und nett. Leider
gehören aber auch Abschiede dazu. Hier trennen sich die Routen. Diejenigen, die
nicht zu den Azoren wollen, segeln weiter nach Westen oder machen sich langsam
auf den Weg zu den sicheren Liegeplätzen in Grenada bzw. Trinidad auf. Die Saison in der Karibik geht allmählich zu
ende.
Für das Schiff gibt es auch bei
uns eine lange „to-do“ Liste. Wartung und kleine Reparaturen stehen auf dem
Programm und natürlich weitere Listen (Lebensmittel, wie viel Diesel? wie viel
Wasser?) für die lange Überfahrt zu den Azoren. Ein Zahnarztbesuch war auch
erforderlich.
Noch haben wir drei Wochen Zeit.
Im Nordatlantik ziehen nach wie vor die Tiefs durch und bringen die Windsysteme
durcheinander. Ab Mai, mit dem Sommer, soll das Wetter auf unserer Route wieder
ruhiger und beständiger werden.
Samstag, 22. März 2014
Marigot, St. Martin, 22. März, 2014
Gestern Nachmittag sind wir auf Saint Martin angekommen und haben in der Bucht von Marigot, im französischen Teil, unseren Anker gesetzt. Hier liegen viele Schiffe, aber die Bucht ist geräumig und bietet viel Platz.
Das Wasser ist vollkommen klar und wir können die
Kette und die Lage des Ankers im hellen Sand gut erkennen.
Der Ort, wir haben bisher ein wenig gesehen (Einklarieren, Bäcker, Fischmarkt), macht einen ansprechenden Eindruck. Hier gibt es alles was wir für einen angenehmen Aufenthalt benötigen, so scheint es wenigstens.
Deshalb haben wir auch diese Bucht für unsere
letzten Wochen vor der Reise zu den Azoren ausgesucht. Das wird vermutlich
nicht vor Anfang bis Mitte Mai geschehen. Also haben wir hier viel Zeit.
Gekommen sind wir gestern von St. Barts (Saint Barthelemy), das etwa 20 sm südwestlich von hier liegt. Dort haben wir drei sehr schaukelige Nächte am Anker verbracht und uns unter die Schönen und Reichen begeben. St. Barts ist gewissermaßen das St. Tropez der Karibik und natürlich sehr schön gelegen.
Der Reiz des Schicken erschöpft sich aber schnell und so sind wir in der üblichen Mittagshitze über die Insel spazieren gegangen.
Dabei sind wir auch zum
spektakulären kleinen Inselflughafen gekommen und haben gemeinsam mit anderen
Schaulustigen die waghalsigen Landungen der kleinen Inselflieger beobachtet.
Die Landebahn beginnt direkt am Fuß eines Hügels, über den die Piloten ihre
Maschinen ganz flach bringen müssen um dann im Sturzflug den Anfang der kurzen
Landebahn nicht zu verpassen.
Vor St. Barts haben wir zwei Wochen abwechselnd auf St. Kitts und auf Nevis verbracht. Diese beiden Inseln sind geprägt durch hohe Berge (alte Vulkane), deren Gipfel meist in den Wolken verborgen sind.
Von den Tagen, an denen die großen Kreuzfahrtschiffe einfallen abgesehen, ist es dort sehr beschaulich.
Außerhalb der kleinen Ortschaften laufen schon mal Affen über die Strasse. Wir sind natürlich wieder einige Male mit den typischen Inselbussen gefahren.
Besonders nett ist z. B., wenn der führsorglich Fahrer die Fahrgäste (ältere Damen) auch über unwegsame Nebenstrassen bis vor die Küchentür bringt, und auch noch die Einkaufstaschen hineinträgt. Das scheint hier völlig normal. Sowieso scheint hier insbesondere „Eile“ eine ganz verpönte Eigenschaft zu sein.
Donnerstag, 6. März 2014
Nevis, 7. März 2014
Heute Nachmittag, kurz vor Sonnenuntergang, sind
wir in Nevis angekommen und haben vor Charlestown an einer Mooringboje
festgemacht. Nevis gehört zu „St. Kitts and Nevis“, ein weiterer dieser Karibischen
Kleinstaaten. Morgen wollen wir an Land fahren, einklarieren und uns etwas
umsehen. Einkaufen müssen wir auch dringend, nach den vielen Tagen in der
„Wildnis“. Für die 60 Meilen von Barbuda haben wir schaukelige zehn Stunden
gebraucht, mit wechselndem Wind und Wellen schräg von hinten.
Die Insel Barbuda gehört zu Antigua und liegt ca.
30 sm nördlich davon, ist halb so groß wie Antigua, weitgehend unberührt und
besteht zum größten Teil aus flachem Mangrovengebiet, Lagunen und langen feinen
Sandstränden.
Der cremefarbene Korallenmehl-Sand ist unglaublich
schön und weich, und das Wasser ist flach und schimmert in allen Blau- und
Türkistönen.
Dort leben nur ca. 1500 Menschen und es gibt auf
der gesamten Insel nur drei kleine Hotelanlagen. Die allerdings sehr teuer sein
sollen. Zunächst haben wir neben Cocoa-Point im Süden geankert. Dann lagen wir
mehrere Tage in der Low-Bay im Westen.
Auf Barbuda gibt es keine nennenswerte
Infratruktur. Geht man am Strand entlang
nach Süden, kommt nach einiger Zeit eine Art Strandbar mit begrenztem Angebot
und einem brummenden Generator, der abends bei Bedarf angeworfen wird.
Da wir für Nevis (das nächste Ziel) ausklarieren
mussten, haben wir uns in die „Hauptstadt“ Codrington begeben, einem etwas
armseligen Dorf jenseits der Lagune in der Inselmitte.
Dort mussten wir im Mini-Supermarkt und am kleinen
Flughafen nach der Immigrations-Beamtin suchen. Zwei Stunden nach der angegeben
Öffnungszeit kam sie dann schließlich angeradelt und hat unsere Formulare und
Pässe mit ihrem Stempel bearbeitet.
Neben den langen Stränden gibt es dort nur eine
weitere Attraktion: eine große Fregatt-Vögel Kolonie. Mitten im ausgedehnten
Mangrovengebiet nisten diese großen Vögel zu hunderten auf engstem Raum, obwohl
eigentlich genügend Mangrovenbüsche zur Auswahl stehen.
Die Überfahrt von Antigua nach Barbuda war flott,
allerdings hat uns eine unangenehme und steile Kreutzsee zu schaffen gemacht.
Nach English Harbour waren wir einige Tage in der
Deep Bay und in Jolly Harbour, wo wir uns wieder gut mit Lebensmitteln
versorgen konnten.
Wir waren natürlich auch in der Hauptstadt St.
John’s und haben einen Ausflug zu den Shirley-Highs gemacht.
Dort wird jeden Sonntag Dort wird jeden
Sonntag der Sonnenuntergang mit Steelband und Grill begangen.
Bis zu unserem geplanten Absprunghafen auf St.
Martin ist es nicht mehr weit, wir könnten in zwei Tagen dort sein. Wir haben
aber noch zwei Monate Zeit und wollen nicht zu lange dort warten.
Trotzdem kreisen unsere Gedanken häufig um die
Rückfahrt. Was muss noch vorbereitet werden? Wie wird es sein? Die
unvermeidliche Anspannung wird sich noch steigern…
Umso wichtiger ist es, dass wir die Stationen vor
St. Martin genießen können. Das haben wir uns zumindest fest vorgenommen.
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