Montag, 23. Juli 2018

Preveza, 23. Juli 2018


Inzwischen sind wir wieder in Preveza angekommen, dem Starthafen unserer diesjährigen Rundreise. Wir liegen an der Stadtpier, die schon tagsüber aber vor allem am Abend zur Promenade und Flaniermeile der Stadt wird. 


Gestern Abend war Sonntag und natürlich besonders viel los. Buden mit Zuckerwatte oder Luftballons, Stände an denen Mais geröstet wird und eine der typischen öffentlichen Bühnen mit Lesungen und Musik. Alles sehr familiär und alle sind bis Mitternacht unterwegs, von der Oma bis zum Säugling.



Wir haben schon damit angefangen unsere Liste abzuarbeiten: DEKPA (Transiterlaubnis) verlängern, Impeller Prüfen, Welle fetten, Gas Auffüllen, Diesel kaufen und einiges mehr.
In ein paar Tagen geht es weiter nach Korfu-Stadt, wo wir wieder in der Garitza-Bucht ankern wollen. Dann folgt der Absprung nach Italien.


Auf dem Weg hierher haben wir zwei Tage auf Kalamos und drei vor Nidri auf Lefkas Pause gemacht. Diese Gegend im Ionischen Meer ist wirklich sehr reizvoll.  Bewaldete Inseln vor hohen Bergen und ein geschütztes Segelrevier locken viele Segler und Motorbootfahrer an. Es herrscht überall Hochbetrieb.



Hier in Preveza geht es etwas bescheidener zu und wir „Ausländer“ beherrschen zwar den Stadtkai aber nicht das sonstige Leben im Ort.









Sonntag, 15. Juli 2018

Messolonghi, 15. Juli 2018


Vier Tage haben wir in Korinth gelegen, weil der stramme Westwind uns an der Weiterfahrt gehindert hat. Die Stadt ist lebendig und bietet alles was man braucht. Zudem ist das Liegen kostenfrei, inklusive Wasser und Strom, sofern man einen Platz mit Steckdose ergattert.



Ein selbsternannter Hafenmeister kümmert sich um die wenigen Gastboote und freut sich über eine Spende. Für die Jugendlichen der Stadt ist der Hafen allabendlicher Treffpunkt. In Gruppen sitzen sie direkt neben uns auf dem Steg. 


Endlich konnten wir weiter. Zunächst gegen den schwächer werdenden Wind, später bei völliger Flaute haben wir uns nach Westen vorgearbeitet, bis ins etwa 30 Meilen entfernte Antikira. Ein kleines Städtchen, etwas versteckt und abseits der üblichen Routen, sehr schön gelegen zwischen hohen Bergen.


Einen Tag später, das Kontrastprogramm. Galaxidi, 15 Meilen weiter westlich, liegt hübsch auf einer Halbinsel und ist touristisch voll erschlossen.


Auf der Insel Trizonia, unserem nächsten Ziel, ist der Hafen auch voll. Wir wollen sowieso ankern und finden auch noch eine brauchbare Ecke.  
Trizonia ist ja eins unserer Lieblingsorte auf dieser Reise. Leider diesmal etwas überlaufen.


Heute nun ist wieder ein gutes Stück geschafft. Zunächst haben wir den Ort Navpaktos angelaufen. Nach einem Blick auf den befestigten Hafen und auf die Burg ging es gleich weiter. 

Die günstige Strömung und der Wind aus der richtigen Richtung haben uns zur schnellen Weiterfahrt bewogen.
Unter der großen Rion-Brücke hindurch und an Patras vorbei fuhren wir bis zur Lagunenlandschaft von Messolonghi.
Hier ankern wir mal wieder. Vorhin waren wir an Land und haben uns das WM-Endspiel angeschaut. Morgen müssen wir einkaufen und Diesel und Wasser bunkern. Dann kann es weitergehen, ins Ionische Meer.







Sonntag, 8. Juli 2018

Korinth, 8. Juli 2018


In Poros waren wir fünf Tage lang, die letzten beiden wieder am Anker. Das ist letztlich immer wieder ein Gewinn. Das Schiff ist besser belüftet, weil die Brise immer von vorne durch die Kajüte zieht, Schwimmen ist möglich und auch das Duschen im Cockpit ist entspannter. Außerdem ist der Ausblick in die Umgebung meist schöner. Natürlich müssen wir von Zeit zu Zeit in einem Hafen festmachen, hauptsächlich um Wasser zu tanken, normalerweise alle 10 Tage. Landstrom haben wir seit Wochen nicht genutzt.
Von Poros aus gibt es gute Fährverbindungen nach Piräus. Unter anderem verkehren auf dieser Linie die schon fast legendären Flying Dolfins. Das sind Tragflächenboote russischer Baukunst, die seit über 30 Jahren hier und anderswo ihren Dienst versehen. Sie klingen wie alte sowjetische Lokomotiven und qualmen auch so, wenn sie beschleunigen. Haben sie sich erstmal auf ihre Stelzen erhoben, zischen sie mit über 30 Knoten davon.


Das wollten wir auch mal erleben und so sind wir zu einem Tagesausflug nach Athen aufgebrochen. Nach einer Stunde Fahrt waren wir in Piräus. Großstadt, viel Verkehr, Hitze, staubende Baustellen und schließlich mit der lärmenden U-Bahn nach Athen zum Archäologischen Museum. Wir waren ziemlich geschafft.
Zwei Stunden sind wir durch die Hallen gewandelt und die alten Funde bewundert. Es gibt viel zu sehen. 



Irgendwann lässt aber die Aufnahmefähigkeit nach und wir sind wieder nach draußen, in die Hitze der Stadt. Am Nachmittag haben wir in einem schattigen Cafe in Piräus noch Fußball geguckt. Brasilien hat bekanntermaßen verloren.
Am folgenden Abend waren wir nochmal mit Ulla und Werner essen. Nach schönen gemeinsamen Wochen trennen sich unsere Wege vorerst wieder. Unser selbstgesetzter Reiseplan treibt uns wieder etwas schneller voran.


Über Ankerplätze in Ägina und Korfos sind wir gestern am Osteingang vom Kanal von Korinth angekommen, wo wir vor dem Badestrand von Istmia übernachtet haben.


Heute dann ging es wieder durch den Kanal, inzwischen zum dritten Mal. Diesmal mussten wir hinter einem kleinen Frachter durch das enge Gewässer schleichen.


Jetzt liegen wir im Hafen von Korinth. Ein Gewitter mit starkem Regen ist über uns hinweggezogen. Unser Schiff ist gut abgespült.