Sonntag, 18. August 2019

Arenal, 18. August 2019


Wir liegen heute auf türkisfarbenem klaren Wasser und weißem Sandgrund nur 300 m vom berüchtigten Ballermann entfernt. 


Farida begleitet uns seit Freitag an der Küste Mallorcas entlang und heute sind wir bei deren Freunde zum Balkongrillen hier in Arenal eingeladen. Es ist sehr heiß und sehr voll. Es ist Sonntag.


Die vergangene Woche haben wir an einer Boje in Portocolom verbracht. Sicheres Liegen und kein Stress. 


Portocomlom ist angenehm bescheiden geblieben. Besonders der auf einer Halbinsel gelegene Stadtteil Colonia hat es uns sehr angetan.


Die Anwohner bringen an warmen Abenden Teile ihres Wohnzimmers vor das Haus auf den Bürgersteig und verbringen da in gemütlicher Runde den Abend. Am Ufer dümpeln die traditionellen Llauts.



Vorgestern also sind wir zu dritt aufgebrochen, mit einer kleinen Besichtigungsrunde in die Cala Figuera. 



Von da aus ging es um die Südspitze Mallorcas herum zur Cala es Carbon, wo wir in Sichtweite von Colonia de San Jordi geankert haben.


Wie überall um diese Zeit viele Schiffe um uns herum.




Sonntag, 11. August 2019

Portocolom, 11. August 2019


Nach rund sechs Wochen am Anker in Alcudia und Port de Pollença war es endlich Zeit weiter zu ziehen. Insbesondere weil für Montag und Dienstag ungemütliches Wetter vorausgesagt ist.


Es war gar nicht so einfach und bedurfte mehrere Telefonate, hier in Portocolom in der Hauptsaison eine freie Boje zu ergattern. Sichere Ankerplätze gibt es in dieser Gegend von Mallorca nicht und die Buchten, die Sicherheit vor Wind und Wetter bieten, sind mit zahlungspflichtigen Bojen belegt. Ankern verboten.
Es gibt allerdings zahlreiche wunderschöne schönwetter Buchten; die sind meist klein und eng und zu dieser Jahreszeit bis zum letzten Winkel belegt.



Also haben wir uns bereits kurz nach sechs auf den Weg gemacht um die ca. 40 Meilen hierher zu segeln. In der üblichen morgendlichen Flaute haben wir das Cap de Pera gerundet. Ab da wehte uns leider im Laufe des Tages ein immer strammerer Gegenwind auf die Nase, sodass mal wieder weitestgehend der Motor herhalten musste.





Sonntag, 4. August 2019

Port de Pollença, 4. August 2019


Wir liegen immer noch in Pollença und kommen einfach nicht weg. Jetzt haben wir die Weiterfahrt auf die kommende Woche verschoben. Mal sehen.
Der Ort ist auch ganz angenehm, man kann hier gut „wohnen“.
Leider ist auch hier der Ankergrund nicht optimal. Ein harter Sandboden ist bedeckt mit 20 cm weichem Sediment in dem der Anker nur einigermaßen Halt findet. An Tagen mit stärkerem Wind sind wir also immer etwas in Sorge. Bisher ist aber alles gut gewesen.



Vor ein paar Tagen sind wir mit dem Bus zum Cabo Formentor gefahren. Die schmale Straße ist jetzt in der Hauptsaison für Privat-PKW gesperrt und die Tausende von Mietwagenfahrer müssen auch in den Bus umsteigen.



Die Fahrt ist eine kleine Herausforderung und die Landschaft sehr schön.
Im Leuchtturm an der Nordspitze kann man überteuerten Kaffee trinken und auf die Rückfahrt warten.



Schön war auch unser Besuch auf dem Volksfest in der Altstadt von Pollença, einige Kilometer landeinwärts. Dabei wird ein legendärer Kampf um die Stadt zwischen Mauren und Christen nachgespielt.



Historische Tatsachen spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Bunt bemalte Männer und Frauen stürmen brüllend durch die Gassen und liegen sich später abgekämpft in den Armen. Die Bars und Restaurants haben viel zu tun.



Danach gleicht die kleine Stadt einer Müllhalde und die TeilnehmerInnen ziehen mir ihren Gewändern und Holzsäbeln allmählich nach Hause.



Die Besuche und Gegenbesuche auf den Schiffen gehen munter weiter. Gestern gab es sogar ein improvisiertes TO-Treffen mit Imbiss.