Samstag, 27. März 2021

Almerimar, 27. März 2021

 

Langsam schreiten die Arbeiten an der Santos voran. Alles dauert natürlich länger als gedacht und aus den geplanten 14 Tagen werden nun drei Wochen.

Frühestens am Ostermontag kommen wir wieder ins Wasser. Wir werden für diese letzte Woche zurück an Bord ziehen. Dazu kommen auch noch die üblichen ungeplanten kleinen Probleme. Unsere Verbraucherbatterien müssen dringend ersetzt werden. Sie sind seit Tagen bestellt aber noch nicht angekommen.

 


Wir waren aber nicht nur mit dem Schiff beschäftigt. Gemeinsam mit Claudia und Gordon waren wir unterwegs in den Ausläufern der Sierra Nevada.

 


Durch schmale Landstraßen fast ohne jeglichen Verkehr ging es durch schöne Landschaften zu abgelegenen Bergdörfern.

 


Verlässt man die Küste, trifft man auf ein ganz anderes Andalusien.

 


 

 

Samstag, 20. März 2021

Almerimar, 20. März 2021

 Diese Woche stand und steht der Werftaufenthalt im Vordergrund. Der eigentlich für Montag geplante Krantermin musste auf Dienstag verlegt werden.

  

Dann aber klappte es wie am Schnürchen. Santos wurde an Land gestellt und gereinigt. Jetzt stehen wir in der Lackierbox und die Arbeiten am Rumpf wurden aufgenommen.

 


Wir haben inzwischen für 14 Tage eine kleine Ferienwohnung in der Nähe bezogen. So lange soll der Aufenthalt an Land dauern. Das Umsiedeln in die Wohnung glich einem mittleren Umzug. Kaffeebecher, Besteck und die eigenen Töpfe mussten mit. Natürlich auch die Lebensmittel, Kleidung und die halbe Kommunikations- und Unterhaltungselektronik.

 


Da wir nicht mit den Handwerkern der Werft ins Gehege kommen wollen, nutzen wir deren Pausen und jetzt das Wochenende um unser eigenes Arbeitsprogramm am Schiff zu erledigen. Die alten Blake-Ventile des Toilettensystems wurden zerlegt, gereinigt, gefettet und wieder eingebaut. Außerdem gabs teilweise neue Schläuche und neue „Zweiwegeventile“.  Diese Arbeiten machen keinen besonderen Spaß. Die dicken Schläuche sind äußerst widerspenstig und müssen unter Verrenkungen in die richtige Position gezwängt werden. Aber, irgendwann ist es geschafft.

 


Das ist immer mit viel Durcheinander verbunden. Beim ständigen Räumen finden wir immer wieder längs Vergessenes. Die Entrümpelung schreitet voran.

 


Das Wetter ist nach schönen Tagen wieder unbeständig und kühl geworden. Nächste Woche soll es wieder besser werden.

 


 

 

 

 

 

 


 

Samstag, 13. März 2021

Almerimar, 13. März 2021

Diese Woche hatten wir weitgehend sonniges und warmes Wetter. Auch der starke Wind, der hier im Winter oft für Unruhe sorgt, hat uns verschont. Vorgestern waren wir im Naturschutzgebiet unterwegs, das östlich an Almerimar grenzt. Nach einer kurzen Wanderung kommt man in eine erstaunlich grüne Landschaft, die man in dieser ansonsten kargen Gegend kaum erwartet.

 

Eine große Lagune ist von einem dichen Schilfgürtel umgeben und bietet vielen Vögeln Lebensraum. Besondere Attraktion sind die Flamingos, die dort durch das seiche Wasser waten.

 

Unsere zahlreichen Mückenstiche haben uns noch den ganzen Tag an diesen schönen Ausflug erinnert.

Samstag, 6. März 2021

Almerimar, 6. März 2021

 Zwei Wochen sind bereits vergangen. Das Wetter war bisher nur leidlich gut. An den meisten Tagen starker Wind, staubig trüb und oft bewölk. Mittagstemperaturen zwischen 17 und 20 Grad. Morgens und abends ist zeitweise die Heizung an. Es ist eben noch früh im Jahr. In den kommenden Tagen soll sogar etwas Regen fallen, eine unschöne Kombination mit dem allgegenwärtigen gelb-grauen Staub. Danach soll es schöner werden. Wird auch Zeit, am 15. März kommen wir an Land. Wir haben einiges in Auftrag gegeben, man wird schließlich älter: neue blaue Streifen, eine komplette Reinigung und Politur des Rumpfes. Außerdem wird die Unterwasserfarbe wird im oberen Bereich abgeschliffen und neu aufgebaut.

Es bleiben dann noch weitere Winterlagerarbeiten, die wir selbst erledigen.

Bis dahin vergehen die Tage im üblichen Rhythmus. Morgens vor dem Frühstück meistens unser Marsch am Strand entlang. 

 


Nach dem Frühstück beginnt die wenig spektakuläre Mischung aus Haushalt, Besorgungen und Wartungsarbeiten. Niro muss von Flugrost befreit werden. Der Decksbelag löst sich etwas an einigen Stellen und muss neu angeklebt werden. Und so weiter.

 

Abendliche Treffen mit Nachbarcrews gab es auch schon. Gestern zum Beispiel wurde nach dem gemeinsamen Essen mit Claudia und Gordon bei uns ausgiebig Skyjo gespielt. Spät in der Nacht wird dann heimlich zum eigenen Boot gehuscht, es herrscht schließlich Ausgangssperre.

 

 

 

 

 

Samstag, 27. Februar 2021

Almerimar, 27. Februar 2021

 

Vier Monaten Hamburger Corona-Winter liegen hinter uns. Das Bedürfnis nach Licht und Wärme war stark geworden. Zunehmend gespannt verfolgten wir die Entwicklung der Zahlen in Spanien und die der entsprechenden Maßnahmen der Andalusischen Regierung. Letzten Freitag war es für uns soweit. Ausgestattet mit negativen Korona-Tests und einem Schreiben der hiesigen Marina, das bescheinigte, dass wir hier im Hafen sozusagen über einen eigenen Wohnsitz verfügen, haben wir uns mit dem Auto auf die Reise gemacht.

Nach einer ersten Übernachtung in Gelsenkirchen, wo wir wie immer herzlich aufgenommen wurden, ging es über Luxemburg nach Frankreich. In Dijon sind wir rechtzeitig von der Ausgangssperre um 18:00 Uhr bei Ibis untergekommen. Mit Brot, Käse, Wurst und Wein gab es Picknick im Bett. Sonntag ging es vor Sonnenaufgang weiter nach Süden. Die Autobahn Richtung Mittelmeer war überraschend voll. Winterferienbeginn für die Franzosen. Die Raststätten unterwegs alle überfüllt, mit langen Schlangen vor den Toiletten. Corona unbekannt.

Wir haben es dann bis Mataró geschafft, nicht weit nördlich von Barcelona. Restkilometer von dort noch 950. Eigentlich war eine weitere Übernachtung eingeplant, aber wir waren unsicher, wo die Einreise für uns erlaubt war und was bis wann geöffnet hat. Jede der spanischen Regionen hat eigene Regelungen und Beschränkungen erlassen und es ist nicht ganz einfach die Übersicht zu behalten. Am Ende sind wir doch durchgefahren und haben am Abend unser Schiff erreicht.

Insgesamt eine lange aber weitgehend entspannte Anfahrt.

Inzwischen sind einige Tage vergangen und die Bordroutine hat sich bereits eingestellt. Putzen, Räumen und erste Arbeiten sind schon erledigt. Die rollende Ewigliste der anstehenden Arbeiten bestimmt den Alltag. Die Scheuerleiste ist geschliffen, der Fernseher samt Sat-Schüssel ist in Betrieb genommen. Was will man mehr?  Bald soll das Schiff an Land gestellt werden.

Inzwischen sind auch weitere Bekannte eingetroffen. Gestern haben wir Claudia und Gordon von der GLEC in Malaga abgeholt und gleich einen netten gemeinsamen Abend verbracht.