Sonntag, 2. Juli 2023

Culatra, 2. Juli 2023

 Nach zwei Wochen am Anker musste unser Wassertank aufgefüllt werden. So lange kommen wir mit unseren ca. 300 Litern aus (plus drei Kanistern für die Cockpit Dusche). Wasserverschwendung kann man uns also nicht vorwerfen. Unsere zweite Gasflasche war auch schon seit einiger Zeit leer. Also haben wir uns dazu entschlossen für zwei Tage in die Marina in Olhao zu gehen. 

Mit Bus und Bahn sind wir noch am gleichen Tag nach Albufeira gefahren um unser Auto zu holen. So konnten alle anstehenden Besorgungen erledigt werden. 

Jetzt liegen wir wieder fast an der gleichen Stelle im Ankerfeld bei der Insel Culatra und genießen hier das ruhige Leben. Das Wasser lädt zum Schwimmen ein und die Nachmittagsbrise kühlt die Haut.

Aber, langsam wollen wir uns ein bisschen bewegen. Geplant ist eine Tour nach Ayamonte und in den Fluss Guadiana. Die nächsten Tage scheinen dafür ganz gut geeignet. Es ist nicht ganz so heiß und der Wind passt auch.

 

 

 

 

 

Sonntag, 18. Juni 2023

Culatra, 18. Juni 2023

 Das Hafenleben ist nun beendet. Für die kommenden drei Monate werden wir weitgehend am Anker leben. Eigentlich die schönste Zeit im Jahr. Bis auf die Hitze. Noch haben wir bestes Wetter aber es ist nur noch eine Frage der Zeit bis sie uns und die ganze Gegend heimsucht. Da ist es dann auf dem Wasser und am Anker noch am erträglichsten. Das Atlantikwasser wird nicht ganz so warm wie das im Mittelmeer und die häufig auftretende Brise schafft außerdem die erwünschte Abkühlung.

Letzte Woche waren wir noch einmal in Ferragudo (mit dem Auto) um uns von Gudrun und Sebastian zu verabschieden. Die Beiden sind inzwischen wohlbehalten auf Porto Santo (Madeira) angekommen.

Jetzt liegen wir seit vier Tagen hier bei der Insel Culatra und richten uns ein. Dazu gehört auch hin und wieder ein Ausflug nach Olhao auf den Markt. Die Fähre fährt schon um 7:45 Uhr, da ist frühes Aufstehen angesagt.

Dann geht es behäbig durch die Lagune, vorbei an den Muschelbänken. Gegen Mittag startet die Rückfahrt nach Culatra, wo unser Schlauchboot auf uns wartet.

Zwischendurch treffen wir uns mit alten und neuen Bekannten, an Bord oder auf der Insel. 


Heute Vormittag waren wir am Rand des neu eingerichteten Schutzgebietes für Seepferdchen. 

Dort sind wir durch das seichte Wasser gewatet, allerdings ohne eins zu erspähen.

 

 

 

Sonntag, 4. Juni 2023

Albufeira, 4. Juni 2023

Unsere Zeit in Albufeira neigt sich dem Ende zu. Es gibt einiges zu organisieren. Dienstag fliege ich für ganze 4 Tage nach Hamburg. Petra bleibt alleine an Bord. Ganz alleine, weil unsere lieben Segelfreunde auch weg sind. Gudrun und Sebastian auf ihrer Layla Noa und seit heute auch Geli und Hans auf Bijou sind Richtung Atlantik abgereist. Noch ankern sie in der Nähe und warten auf ein passendes Wetterfenster für die Überfahrt nach Madeira bzw. zu den Kanaren. Barbara und Hageh fliegen auch nach Hamburg.

Eine Woche später, am 15. Juni läuft unser Liegeplatzvertrag aus und wir müssen unseren inzwischen so gewohnten Platz hier im Hafen verlassen. Am 21. August allerdings kommen wir hierher zurück und unser Schiff wir für mindestens 2 Wochen an Land gestellt. Kleine Wartungsarbeiten und ein umfängliches Verschönerungsprogramm sind geplant. Nach 44 Jahren muss das Deck neu lackiert werden. Für diese Zeit benötigen wir eine Ferienwohnung in der Nähe. Wir wollen die Arbeiten gerne im Auge behalten. Vorhin haben wir endlich eine passende Wohnung gebucht.

Immerhin haben wir in den vergangenen Tagen zwei Mal den Hafen verlassen und waren ein bisschen auf See unterwegs. Zwei Tage haben wir bei Ferragudo geankert. Petra war zum ersten Mal schwimmen und ich habe die ersten noch etwas zittrigen Stehversuche auf dem SUP geschafft. Es ist noch viel Übung nötig.

Culatra an der Ria Formosa haben wir auch mal wieder besucht und waren dort mit der ganzen Bijou-Familie unterwegs.

 


 

 

 

 

Sonntag, 21. Mai 2023

Albufeira, 21. Mai 2023

Für die kommenden Tage sagt der Wetterbericht wechselnde Bewölkung garniert mit Schauern und vereinzelten Gewittern voraus. Tatsächlich hat es seit Monaten nicht geregnet und die Vegetation vertrocknet zusehends. Das Land brauch dringend Wasser. So wird unsere geplante Fahrt zu den Ankerplätzen in der Nähe mal wieder verschoben.  Trotzdem haben wir viel unternommen. Mal alleine, mal in Begleitung unserer Freunde haben wir ganz unterschiedliche Ziele besucht. Wir waren zum Beispiel am Leuchtturm am Cabo Sao Vicente, der südwestlichste Punkt Europas. 

Der Turm steht exponiert auf den Klippen über dem Atlantik, umweht von einer deutlich kühlen Brise. 

Durchaus ein besonderer Ort, der entsprechend viele Besucher anzieht. Autos und Wohnmobile aus ganz Europa stehen am Straßenrand. Die berühmte „letzte Bratwurst vor Amerika“ haben wir uns nicht entgehen lassen. 

Donnerstag waren wir (zu acht!) auf einem Volksfest im kleinen Dorf Salir, wo drei Tage lang für eine gute Ernte gefeiert wurde. 

Die Umgebung ist dort sehr ländlich, ein schöner Kontrast zur dicht bebauten Küste.

Auf der Rückfahrt, zwischen den Hügeln malerisch gelegen, der Ort Alte, grün und schattig, mit einer einladenden Badestelle am aufgestauten Flüsschen. 

Wieder hier in Albufeira plötzlich rhythmische Klänge. Eine Capoeira-Gruppe zeigte ihre Kunst. Ein Afro-Brasilianischer Kampf-Tanz, von damaligen Sklaven zur Stärkung ihrer Kampfkraft entwickelt, und zur Verschleierung als Tanz aufgeführt. 

Inzwischen grummelt ein Gewitter und die ersehnten Schauer ziehen über das Land.


 

 

 

 

Samstag, 6. Mai 2023

Albufeira, 6. Mai 2023

 Nachdem wir in den letzten Wochen viel repariert und geordnet haben, ist eigentlich alles soweit in Ordnung. Wir können also, wie vorgesehen, Ausflüge in die Umgebung starten. Das haben wir auch gemacht. Wir sind am 1. Mai also los, die ca. zwanzig Meilen bis zur Einfahrt in die Lagune Ria Formosa bewältigt und, wie schon oft, in der Nähe des Fähranlegers von Culatra unseren Anker fallen lassen. Diese Lagunenlandschaft bei Faro und Olhao ist mit recht sehr beliebt. Es gibt viel Platz zum Ankern, das Revier ist gut geschützt und die Insel Culatra mit ihrem beschaulichen Fischerdorf sehr nett.  

Fischen hier bedeutet hauptsächlich das Pflegen und Ernten der allgegenwärtigen Muschelbänke. Es handelt sich dabei um helle Herzmuscheln, die in verschiedenen Sorten und Größen gesammelt werden. Daneben lebt der Ort von den Tagesgästen, die in Scharen im Sommer mit der Fähre vom Festland kommen.

Man kann diese „Ameijoas“ auch im Restaurant als Vorspeise ordern. Wir machen das hin und wieder sehr gerne.

So wie an jenem Abend, als wir überaschenderweise noch Britta und Jens auf ihrer nagelneuen LILI angetroffen hatten. Wir dachten, sie seien schon weiter.

Das war sehr schön und wir konnten, nach den gemeinsamen 4 Tagen in Albufeira noch einmal fachsimpelt und klönen.

Am folgenden Mittag sind wir aber bereits zurück nach Albufeira gesegelt. Na ja, mindestens zum Teil. Das war alles sehr angenehm und schön. Leider ist das Wetter, insbesondere der Wind noch etwas unstet und teilweise recht stark. Obwohl schon Mai ist. Aber, wir haben uns nun einmal vorgenommen, hier eine ruhige und entspannte Zeit zu verbringen. Deshalb liegen wir wieder an unserem Platz und warten auf die nächste Gelegenheit.


 

 

 

 

Sonntag, 23. April 2023

Albufeira, 23. April 2023

 Wir liegen weiterhin an unserem Steg in Albufeira. Wahrscheinlich sind wir schon festgewachsen und die Schlingpflanzen haben sich fest um unseren Kiel gewickelt. 

Unsere Liste ist in den wesentlichen Punkten nahezu abgearbeitet und es gibt bald keinen Grund mehr zu bleiben. Dann beginnt hoffentlich die Zeit der mehrtägigen Ausflüge zu den üblichen Ankerplätzen entlang der hiesigen Küste. Natürlich an erster Stelle Culatra in der Lagune von Faro und Olhao.

Von Norden und Osten nähern sich LILI bzw. BIJOU, mit denen wir uns gerne hier in der Gegend treffen wollen.

Ein kleines Problem haben wir noch mit unserem meist genutzten Vorsegel. Drei Wochen haben wir auf die Reparatur gewartet, nur um dann zu hören, dass es vom Segelmacher als abgängig betrachtet wird. Nun haben wir es woanders hingebracht und hoffen auf eine zumindest vorübergehende Lösung für die kommenden ein oder zwei Jahre. Die Rettungsinsel wird morgen abgeholt, hoffentlich mit bescheinigter Gültigkeit für die nächsten Zeit.

Wir verbringen die Zeit mit anderen kleinen Aufgaben, in den letzten Tagen vor allem mit umfänglichen Stau- und Räumarbeiten. Entsorgt haben wir dabei gefühlte Kubikmeter an Dingen, von denen wir glaubten sie vielleicht nochmal gebrauchen zu können, was aber bei realistischer Betrachtung sehr unwahrscheinlich ist.

 Hier werden derzeit künstlich Riffe für Taucher vorbereitet.




Sonntag, 9. April 2023

Albufeira, 9. April 2023

 
Der Aufenthalt in Hamburg hat etwas länger gedauert als geplant; am Ende waren es sieben Wochen. Seit 10 Tagen sind wir wieder an Bord.

Barbara und Hageh hatten freundlicherweise unser Auto zum Flughafen gebracht. So konnten wir nach einem gemeinsamen Essen am Strand von Faro bequem nach Albufeira fahren. Unsere SANTOS haben wir in gutem Zustand vorgefunden. Relativ sauber an Deck, unter Deck trocken und ohne muffigen Geruch.

Das Wetter an der Algarve ist, wie erwartet, schön und sonnig. Tagsüber T-Shirt Wetter, abends kann es noch etwas kühl werden.

Ganz oben auf unserer Liste stehen nun die Wartungs- und Reparaturanforderungen am Schiff. Wer kennt sich nicht: die (ewige)Liste, die hinten schneller wächst als sie vorne abgearbeitet werden kann.

Da wären: Vorsegel zur Ausbesserung bringen, Rettungsinsel warten lassen, ebenso die Feuerlöscher. Motor- und Getriebeöl an Hauptmaschine und Außenborder wechseln. Umfängliche Lackarbeiten an Deck. Das Alter und die aggressive Sonneneinstrahlung führen zur Verwitterungserscheinungen. Morgen wollen wir dazu in der hiesigen Werft um Rat fragen. Die Liste lässt sich noch lange fortführen, natürlich mit vielen Punkten, die noch nicht in Angriff genommen worden sind. Den Hafen werden wir also noch nicht so bald verlassen.

Ehrlicherweise musss man auch zugeben, dass die Nettozeit, die für diese Aktivitäten zur Verfügung steht äußerst begrenzt ist. Nach dem Frühstück ist schon bald wieder Mittag und danach ist zunächst eine Erholungspause angebracht. Es gibt außerdem eine Reihe weiterer wichtiger Anforderungen, die mit der üblichen Alltagsbewältigung in Verbindung stehen. So gehen die Tage rasch ins Land.

Letzten Dienstag waren wir zu einem vorzüglichen Essen eingeladen. Getafelt wurde auf der Terrasse im wunderschönen Garten. Anschließend gab es ein sehr unterhaltsames Boule-Spiel. 

Ein rundum gelungener Tag mit freundlichen Menschen. Wie soll man da noch zu etwas anderem kommen.