Samstag, 6. Mai 2017

Ciutadella, 6. Mai 2017



Dieser Hafen auf Menorca liegt tief in einer Cala und ist damit optimal geschützt. Um den Hafen herum liegt Ciutadella mit einer malerischen Altstadt, vielen engen Gassen, kleinen Plätzen und der sehenswerten kleinen Fischhalle. Überall natürlich Bars mit Tischen vor der Tür. Alles ist auf den Tourismus eingestellt. Aber eben auch sehr schön.


Wir hatten Glück und konnten einen der wenigen Liegeplätze im städtischen Hafen ergattern, wo wir für hiesige Verhältnisse für sagenhaft günstige 22 € pro Tag liegen.


Gestern und heute hatten wir zwei windige Tage. Das war ein weiterer Grund länger zu bleiben. Spaziergänge an die Steilküste, Schlendern durch die Altstadt, aber auch Wartungsarbeiten und Putzen standen auf dem Programm.


Natürlich auch die Beobachtung der Wetterentwicklung. Wann hat sich der Mistral ausgepustet? Wann ist der Weg frei nach Sardinien? Das beschäftigt uns natürlich. Es sind immerhin knapp 200 Meilen.



Morgen soll sich das Wetter beruhigen. Wir wollen an der Südküste entlang nach Mahon, der Hauptstadt auf der Ostseite fahren. Unterwegs wollen wir in einer der viel gerühmten Buchten übernachten, soweit wir dort genügend Schutz vor Wind und Wellen finden.


In Mahon (nach hiesiger Schreibweise Maó) wollen wir noch Tanken und alles für die Überfahrt vorbereiten. Aber natürlich auch die Stadt mit dem großen natürlichen Hafen besichtigen.







Dienstag, 2. Mai 2017

Alcúdia, 2. Mai 2017



Fast eine Woche lang lagen wir an einer Boje in der Bucht von Portocolom. Ein guter und sicherer Platz für einen längeren Aufenthalt. Die große Bucht ist rundum geschützt.

Obwohl die Hotels nicht weit weg liegen, ist der Ort bescheiden und ursprünglich geblieben. Man kann sich gut versorgen und es gibt gute Busverbindungen über die Insel bis nach Palma.

Wir waren natürlich auch wieder in Montuiri und haben Farida und Hubert auf ihrer Finca besucht. Gemeinsam waren wir sogar in Palma auf der Boat-Show.

Sonntag sind wir schließlich aufgebrochen und um den Nordosten von Mallorca herum in die Bucht von Alcúdia gefahren. Es war wieder eine Mischung aus motorsegeln und reinem segeln, letzteres an der einsamen Nordküste entlang und in die weitläufige Bucht.

Hier allerdings erlebten wir ein mittleres Ankerdebakel. Während wir uns normal neben den Hafen an den Anker gelegt und aufgeklart hatten, nahm der Wind allmählich zu und die Böen fegten in Abständen über das Wasser. Nach etwa einer Stunde merkten wir, dass der Anker nicht hielt und wir rückwärts auf das Ufer zutrieben.  Der aufgeholte Anker war unter dem Berg Kraut und Schlamm kaum zu erkennen. Mehrere Ankerversuche folgten, aber immer wieder pflügte das Eisen über den Grund und fand keinen Halt (nicht auszudenken mit der manuellen Ankerwinsch). Nach dem fünften Versuch schien er zu halten. Mit der Dunkelheit nahm der Wind weiter zu (in Böen 6-7). Um halb elf, in völliger Finsternis, ging es wieder los. Auf dem Plotter konnten wir erkennen, dass unser Schiff wieder auf Wanderschaft gegangen war. Entnervt und mit fliegender Kuchenbude haben wir uns in die Marina getastet und an die Tankstelle gelegt. 

Am nächsten Morgen war wieder alles gut. Die Bucht schimmerte friedlich und wir konnten raus und an den Anker. Später kamen Farida und Hubert und wir haben gemeinsam gut gegessen und die eine oder andere Weinflasche gelehrt.
Es war der Abschied. 


Morgen verlassen wir Mallorca und segeln die rund 35 Meilen rüber nach Menorca. Für uns wieder ein neuer Abschnitt. Sardinien wartet.





Montag, 24. April 2017

Portocolom, 24. April 2017



Heute Nachmittag sind wir nach einer nassen Fahrt gegen Wind und Wellen im geschützten Hafen von Portocolom auf der Ostseite Mallorcas angekommen.
Das Schiff war von einer weißen und feinen Salzschicht bedeckt, fast zu schade zum abspülen. Von Cabrera aus konnten wir eine Stunde lang segeln. Die Hoffnung, dass der Wind günstig dreht, hat sich nicht erfüllt. So mussten wir die weitere Strecke gegen die frische Brise nach Nordost motoren.


Hier in der Bucht ist es jetzt aber schön geschützt, der Wind ist eingeschlafen und uns steht bestimmt eine ruhige Nacht bevor.
Gestern haben wir Cabrera besucht. Diese Inseln liegen südöstlich von Mallorca, sind ein Naturreservat und können, bei vorheriger Anmeldung, von Seglern besucht werden. Eine großzügige Bucht voller Bojen bietet den zahlreichen Besuchern Platz.


Neben einigen wenigen Häusern und einer beliebten Bar gibt es nur Natur. 


Eine alte Festung muss besucht werden und bietet auch einen prächtigen Blick über die Umgebung. Ein kleines Paradies. Wir kommen bestimmt wieder.


In Punta Negra lagen wir über eine Woche lang. Dort liegt man sehr gut, hat eine gute Anbindung und einen großen Mercadona ganz in der Nähe. Ein idealer Platz um den Süden Mallorcas mit Palma zu besuchen. Fünf Tage lang hatten wir ein Auto gemietet und konnten so einiges unternehmen.


Dann aber zog es uns weiter und wir sind über Sa Rápita nach Cabrera gesegelt. Eigentlich wollten wir unterwegs ankern, aber der auflandige Wind und die entsprechenden Wellen haben uns in den Hafen getrieben. Die für Mallorca günstigen 60 € pro Nacht boten uns immerhin eine schöne warme Dusche.
Das Wetter bleibt zurzeit noch unbeständig. Nach schönen Tagen kommt wieder ein Schwall kühler Luft mit viel Wind daher. Wir müssen wieder einige Tage warten.