Mittwoch, 9. Mai 2018

Naxos, 9. Mai 2018


Noch in der Nacht hatte sich der Wind gelegt und am nächsten Tag sind wir südlich um Sifnos herum in die Bucht von Faros motort. Sehr klares Wasser, eine kleine Ansammlung von Häusern, einige Feriendomizile und meckernde Ziegen.


Mit diesem Ort verbinde ich Erinnerungen an das Jahr 1976, als ich mit Carin, Rucksäcken und einem kleinen Zelt zum ersten Mal in Griechenland war.
Auch heute ist es noch ein netter bescheidener Ort. Die zwei Tavernen von damals gibt es noch, dazu zwei neue. 


Mit dem Bus sind wir, wie mittlerweile schon Pflichtprogramm, in den Hauptort Apollonia hochgefahren und anschließend die etwa sechs Kilometer zurückgewandert. 


Ein schöner Weg bis oberhalb der Bucht, leider ohne die entfernteste Chance auf etwas Schatten.


Es gibt in Faros auch gut ausgebaute Wanderwege in die nächsten kleinen Buchten, sehr schön zu laufen. Eine Taverne ist dabei immer zu finden.


Petra hat hier die Badesaison eröffnet. Noch etwas kühl, sagt sie, aber schön.
Weiter ging es nach Paros. Zunächst unter segeln, später wieder mit der Maschine ging es 15 Seemeinen nach Osten und dann nach Norden, durch das flache Fahrwasser zwischen Antiparos und Paros hindurch nach Parikia. Diesmal wieder ein größerer Ort mit Fähr-, Fischerei- und Yachthafen.


Schöne Altstadt mit den üblichen Schmuck und Klamottenboutiquen. Die alte Festung, errichtet aus Steinen früherer Bauten.


Mit dem Mietauto haben wir die Insel umrundet und insbesondere die Bucht von Naussa besucht. Leider ist dieser an sich schöne alte Fischereihafen völlig dem Tourismusgeschäft zum Opfer gefallen. Kaum ein Quadratmeter ohne Tavernentische oder Schmuck- und Souvenirauslagen.


Heute nun die relativ kurze Überfahrt nach Naxos, die größte Insel der Kykladen.


Zum kommenden Wochenende sind starke Winde bis 30 Kn aus Nord angesagt. Da auf unserem geplanten weiteren Weg nach Osten zunächst keine gut geschützten Häfen zu erwarten sind, bleiben wir für ein paar Tage hier.
Es gibt einiges zu besichtigen und vielleicht mieten wir auch wieder ein Auto.


Donnerstag, 3. Mai 2018

Ormos Vathi (Sifnos), 3. Mai 2018


Drei Tage waren wir in Ermoupolis. Die Stadt ist ideal um Lebensmittel zu bunkern, den städtischen Betrieb zu erleben und spazieren zu gehen.


Strom, Wasser, Internet und sogar gute warme Duschen haben wir auch gerne genutzt. Einzig der Schwell an der Pier war lästig. Obwohl durch lange Molen scheinbar gut geschützt, findet die Dünung von draußen den Weg bis in den letzten Winkel des Hafens. 


Außerdem brausen alles paar Stunden große Fähren mit rücksichtsloser Geschwindigkeit herein um nach einer Schleuderdrehung rückwärts anzulegen. Die kleineren Schiffe im Hafen tanzen wild an den Festmachern, Leinen ächzen und Gangways poltern gegen den Kai. Das erleichterte den Abschied. 

Nach etwa 30 Meilen in südwestlicher Richtung erreichten wir die Insel Serifos. Die tiefe Bucht Leivadi bietet einen guten Hafen und ausreichend Ankermöglichkeiten zu Füssen der Chora, die sich hoch oben an den Berg schmiegt. 


Wir haben etwas abseits vom Trubel der Charterboote geankert und hatten dadurch zwei wirklich schöne und ruhige Abende.


Für den Aufstieg zur Chora haben wir den örtlichen Bus gewählt, zurück zum Hafen ging es über tausend Stufen auf dem alten Verbindungspfad. Ein lohnenswerter Ausflug.



Da der Wetterbericht für heute starken Wind aus Ost vorhersagte, ging es uns darum, rechtzeitig einen guten Ankerplatz für diese Windrichtung anzusteuern.
Also haben wir gestern die schöne Brise genutzt und sind nach Sifnos gesegelt.



Ein paar Ferienhäuser und die üblichen Tavernen liegen um diese beschauliche Bucht. 



Heute sind wir den ganzen Tag an Bord geblieben, während die starken Böen von den Bergen herunterbrausen. Wir werden dabei mal nach rechts und mal nach links gedrückt aber der Anker hält, das ist die Hauptsache.






Freitag, 27. April 2018

Ermoupolis (Syros), 27. April 2018


Von Egina aus ging es nach Osten, vorbei am Ballungsraum Athen mit der Hafenstadt Piräus. Das Verkehrstrennungsgebiet musste überquert werden und die vielen Frachter und Fähren haben uns zweimal eine Kursänderung abgenötigt. 

Am Nachmittag fiel in der Bucht beim Kap Sounion, unterhalb der Ruinen des berühmten Tempels, der Anker. Es war Sonntag und entsprechender Betrieb. Die Ausflugslokale am Strand waren bis in die Nacht gut besucht.
Die Bucht ist nach Süden völlig offen und der Schwell der draußen vorbeifahrenden Schiffe ließ uns manchmal heftig hin und her rollen.



Der folgende Tag brachte uns nach Kea. Die Bucht von Korissia ist sehr beschaulich. Sehr angenehm der verschlafene Anleger von Vourkari. Zum ersten Mal in diesem Jahr haben wir die Fahrräder ausgegraben und einen Ausflug zum Fährort Korissia gemacht. 


Einen Tag später haben wir uns dorthin verholt. Es gibt dort einige kleine Geschäfte und der Fährbetrieb sorgt für Unterhaltung.



Mit dem Taxi sind wir in die Chora von Kea gefahren. 


Die kleine Hauptstadt liegt, wie oft auf den Kykladen, nicht an der Küste, sondern hoch oben in den Bergen der Insel.


 
Die kleine Wanderung zurück zum Hafen war schön und die Bewegung hat uns mal wieder gutgetan.



Von Kea ging es am nächsten Tag weiter zur Insel Kithnos. Nach einem mittäglichen Ankerstopp in der bekannten Bucht von Kolonas sind wir weiter zum Hafen Mericha. 



Kithnos hat leider nicht ganz so viel Charme wie Kea. Die Charterboote scheinen der einzige Wirtschaftsfaktor zu sein. Uns wurde gleich in der ersten Taverne freies Essen für den Skipper angeboten. Wir haben verzichtet. Dafür gab es einen kleinen Fischmarkt mit den dazugehörigen Katzen. Am Abend gab es bei uns Fisch aus dem Backofen.



Gestern dann ein kürzerer Schlag um die Insel herum auf die Ostseite von Kithnos. Der Ort ist ganz hübsch und auch gut von Charterbooten besucht.
Seitdem wir uns in diesem stärker besuchten Revier bewegen gibt es plötzlich kassierende Hafenmeister. Das Liegegeld liegt für uns meistens um bescheidene sieben Euro am Tag.


Heute nun die Überfahrt nach Syros. Es war wieder nur schwach windig und wir konnten die rund 25 Meilen nur zum Teil segeln. Im Südwesten der Insel haben wir den kleinen Hafen von Phinikas angelaufen. Nachdem wir am Kai festgemacht hatten, spürten wir die Stille. Kein Mensch weit und breit. Keine fünf Minuten später waren wir wieder unterwegs zur Hauptstadt der Kykladen Ermoupolis auf der Ostseite von Syros.


Hier ist es alles andere als ruhig. Verkehr auf der Hafenpromenade, Fähren kommen und gehen und auf dem schönen alten Platz im Ort gab es Volkstanzvorführungen. 


Die Stadt gefällt uns sehr gut. Schöne alte Architektur und mit Marmor gepflasterte belebte Gassen und Plätze.