Sonntag, 7. August 2022

La Manga (Mar Menor), 7. August 2022

 Ein vergleichsweise großer Sprung liegt hinter uns. Wir sind sozusagen vom Urlaubs- in den Reisemodus gewechselt. Unser Ziel liegt an der Algarve, das ist noch ein gutes Stück entfernt. Und wir wollen in Almerimar unsere Santos für den kommenden Winter vorbereiten. Dafür werden wir eine bis zwei Wochen benötigen. Ab dem 15. September steht der Liegeplatz in Albufeira für uns bereit. Also müssen wir uns ein wenig ranhalten. In dieser vergangenen Woche haben wir deshalb bereits 200 Seemeilen hinter uns gebracht, leider zum großen Teil unter Motor.

Auf Ibiza waren wir für zwei Tage in der Cala Sant Miquel. Eine schön gelegene Ankerbucht mit glasklarem Wasser. Sehr schön bedeutet aber auch schön voll. 

Von dort der nächste längere Schlag nach Moraira am spanischen Festland südlich von Denia. Eine der wenigen Ankermöglichkeiten in der Gegend und trotzdem nur leidlich gegen Ost geschützt. Dann kamen zwei Tage in Alicante, eine unserer Lieblingsstädte überhaupt. Die Marina ist recht teuer und als Zugabe gab es Discobeat bis in den Morgen. Zum glück nicht allzu laut. Die Hitze im Hafen war mal wieder erdrückend und schlafen war nur mit Ventilatorengetöse möglich.

 
Die lauen Abende natürlich umso schöner. Zum Geburtstag gab es eine gute Paella in einem kleinen Restaurant an einem der sehenswerten Plätze in der Stadt. 

Heute ging es weiter. Statt einer Nacht am Anker im Vorhafen von Torrevieja sind wir gleich bis zur Einfahrt ins Mar Menor durchgefahren. Hier liegen wir, wie schon früher, zwischen den Spundwänden eines aufgegebenen Hafenprojekts. Sehr ruhig und gut geschützt. Eben wurden wir von der Guardia Civil überprüft. Hatten wir auch schon lange nicht.


 


 

Sonntag, 31. Juli 2022

Santa Ponça, 31. Juli 2022

 Zwei Tage lagen wir an der Punta Negra. Als wir gar nicht mehr damit gerechnet hatten und nach erfolglosen Versuchen, unseren Kühlschranktechniker zu erreichen, meldete er sich überraschenderweise noch am Montag und kündigte an, dass er in 20 Min. an unserer kleinen Bucht sein würde. 

Freude und Erleichterung waren groß. Er kam pünktlich und gut gelaunt. Es gab neue Dichtungen und frisches Kühlmittel. Noch schnell ein kaltes Bier und Bernd war wieder weg. Unser Kühlschrank läuft seitdem wie gewohnt, d.h., leidlich gut. Er ist immerhin mindestens 25 Jahre alt und hält sich dafür noch ganz wacker. 

Als stärkerer Wind angekündigt wurde, segelten wir nach Santa Ponça, nur 12 Meilen weiter. Hier liegen wir nun seit fünf Tagen, wieder vereint mit unseren Segelfreunden dieses Sommers: GLEC, Summer und Black Dream. Es wurde wieder abwechselnd gekocht und auf das leckere Essen folgte immer ein geselliges Miteinander bis spät in die Nacht. 

Zwischendurch waren noch einmal Farida und Hubert zu Besuch, diesmal verstärkt durch Faridas Bruder Jamal mit Frau Jana und der kleinen Tamira. 


Die ganze Zeit über war es sehr heiß. Sommer auf Mallorca eben. An Bord sorgte meist die nachmittägliche Brise für erträgliche Bedingungen.

Unsere Seglergruppe löst sich ab morgen wieder auf. Während unsere Freunde andere Buchten auf der Insel aufsuchen möchten, geht es für uns morgen Früh rüber nach Ibiza. Leider soll es bis auf Weiteres keinen Segelwind in dieser Gegend geben. Also werden wir die ca. 55 Meilen-Strecke wohl motoren müssen. Ibiza dient uns dann als Sprungbrett für die Weiterfahrt zum spanischen Festland. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 24. Juli 2022

Punta Negra, 24. Juli 2022

 

Von der Cala Moltó aus, sind wir an der Ostküste Mallorcas entlang nach Süden motorgesegelt, an Cala Ratjada und Porto Cristo vorbei bis Portocolom. Dort waren wir in den vergangenen Jahren mehrfach. 


Das Städtchen ohne Bausünden ist sympathisch, die Bucht sicher und an der bezahlbaren Boje liegen wir entspannt. Wasser und Duschen stehen zur Verfügung und die Versorgungslage ist gut. Was wollen wir mehr. 

Einen funktionierenden Kühlschrank zum Beispiel. Unserer schwächelt seit einiger Zeit. Er arbeitet den ganzen Tag ohne Pause und schafft doch nur noch eine milde Kühle. Nur noch nachts darf er Pause machen. Mechaniker sind kaum zu finden, überbeschäftigt und auf Wochen ausgebucht. An eine Boje oder auf den Ankerplatz kommen sie ohnehin nicht. 

Die drei Tage in Portocolom waren trotzdem schön. Besonders mal wieder der abendliche Spaziergang um die Bucht in den alten Teil der Stadt. Außerdem hat Farida uns an Bord besucht.



Dann ging es weiter um die Südostecke Mallorcas herum nach Es Trenc. Eine weitläufige Bucht mit durchgehen weißem Sandgrund. Sehr beliebt und entsprechend voll. Platzt ist trotzdem für alle da. 

Inzwischen hatte Hubert einen ihm bekannten Mechaniker kontaktiert. Dieser ist bereit unser Kühlschankproblem in seinen engen Kalender einzuschieben. Montag sollen wir uns neben der Einfahrt in den großen Hafen von Palma bereithalten. Er will mit seinem Boot kommen. (Spätestens Dienstag oder Mittwoch, schob er nach). Unser Optimismus ist um eine Spur gedämpft.

Erst kam ja das Wochenende. Zwei Tage lagen wir neben dem Yachthafen von Arenal am Anker. Etwas unruhig am Tag durch die auflandige Brise und in der Nacht durch das Gegröhle, dass vom Ballermann über die Bucht bis zu uns drang. 

 

Heute, noch vor dem Frühstück, sind wir deshalb nach Punta Negra gewechselt. Hier ist es beschaulich schön und von hieraus können wir auch schnell den Hafen von Palma erreichen. 

Wir haben auch tatsächlich einen Platz für unseren Anker gefunden. Man bedenke, es ist Sonntag und inzwischen liegen an die 30 vollbesetzte kleine Motorboote um uns herum. Wir rechnen aber damit, dass die allermeisten gegen Abend abgefahren sind.