Samstag, 6. Mai 2023

Albufeira, 6. Mai 2023

 Nachdem wir in den letzten Wochen viel repariert und geordnet haben, ist eigentlich alles soweit in Ordnung. Wir können also, wie vorgesehen, Ausflüge in die Umgebung starten. Das haben wir auch gemacht. Wir sind am 1. Mai also los, die ca. zwanzig Meilen bis zur Einfahrt in die Lagune Ria Formosa bewältigt und, wie schon oft, in der Nähe des Fähranlegers von Culatra unseren Anker fallen lassen. Diese Lagunenlandschaft bei Faro und Olhao ist mit recht sehr beliebt. Es gibt viel Platz zum Ankern, das Revier ist gut geschützt und die Insel Culatra mit ihrem beschaulichen Fischerdorf sehr nett.  

Fischen hier bedeutet hauptsächlich das Pflegen und Ernten der allgegenwärtigen Muschelbänke. Es handelt sich dabei um helle Herzmuscheln, die in verschiedenen Sorten und Größen gesammelt werden. Daneben lebt der Ort von den Tagesgästen, die in Scharen im Sommer mit der Fähre vom Festland kommen.

Man kann diese „Ameijoas“ auch im Restaurant als Vorspeise ordern. Wir machen das hin und wieder sehr gerne.

So wie an jenem Abend, als wir überaschenderweise noch Britta und Jens auf ihrer nagelneuen LILI angetroffen hatten. Wir dachten, sie seien schon weiter.

Das war sehr schön und wir konnten, nach den gemeinsamen 4 Tagen in Albufeira noch einmal fachsimpelt und klönen.

Am folgenden Mittag sind wir aber bereits zurück nach Albufeira gesegelt. Na ja, mindestens zum Teil. Das war alles sehr angenehm und schön. Leider ist das Wetter, insbesondere der Wind noch etwas unstet und teilweise recht stark. Obwohl schon Mai ist. Aber, wir haben uns nun einmal vorgenommen, hier eine ruhige und entspannte Zeit zu verbringen. Deshalb liegen wir wieder an unserem Platz und warten auf die nächste Gelegenheit.


 

 

 

 

Sonntag, 23. April 2023

Albufeira, 23. April 2023

 Wir liegen weiterhin an unserem Steg in Albufeira. Wahrscheinlich sind wir schon festgewachsen und die Schlingpflanzen haben sich fest um unseren Kiel gewickelt. 

Unsere Liste ist in den wesentlichen Punkten nahezu abgearbeitet und es gibt bald keinen Grund mehr zu bleiben. Dann beginnt hoffentlich die Zeit der mehrtägigen Ausflüge zu den üblichen Ankerplätzen entlang der hiesigen Küste. Natürlich an erster Stelle Culatra in der Lagune von Faro und Olhao.

Von Norden und Osten nähern sich LILI bzw. BIJOU, mit denen wir uns gerne hier in der Gegend treffen wollen.

Ein kleines Problem haben wir noch mit unserem meist genutzten Vorsegel. Drei Wochen haben wir auf die Reparatur gewartet, nur um dann zu hören, dass es vom Segelmacher als abgängig betrachtet wird. Nun haben wir es woanders hingebracht und hoffen auf eine zumindest vorübergehende Lösung für die kommenden ein oder zwei Jahre. Die Rettungsinsel wird morgen abgeholt, hoffentlich mit bescheinigter Gültigkeit für die nächsten Zeit.

Wir verbringen die Zeit mit anderen kleinen Aufgaben, in den letzten Tagen vor allem mit umfänglichen Stau- und Räumarbeiten. Entsorgt haben wir dabei gefühlte Kubikmeter an Dingen, von denen wir glaubten sie vielleicht nochmal gebrauchen zu können, was aber bei realistischer Betrachtung sehr unwahrscheinlich ist.

 Hier werden derzeit künstlich Riffe für Taucher vorbereitet.




Sonntag, 9. April 2023

Albufeira, 9. April 2023

 
Der Aufenthalt in Hamburg hat etwas länger gedauert als geplant; am Ende waren es sieben Wochen. Seit 10 Tagen sind wir wieder an Bord.

Barbara und Hageh hatten freundlicherweise unser Auto zum Flughafen gebracht. So konnten wir nach einem gemeinsamen Essen am Strand von Faro bequem nach Albufeira fahren. Unsere SANTOS haben wir in gutem Zustand vorgefunden. Relativ sauber an Deck, unter Deck trocken und ohne muffigen Geruch.

Das Wetter an der Algarve ist, wie erwartet, schön und sonnig. Tagsüber T-Shirt Wetter, abends kann es noch etwas kühl werden.

Ganz oben auf unserer Liste stehen nun die Wartungs- und Reparaturanforderungen am Schiff. Wer kennt sich nicht: die (ewige)Liste, die hinten schneller wächst als sie vorne abgearbeitet werden kann.

Da wären: Vorsegel zur Ausbesserung bringen, Rettungsinsel warten lassen, ebenso die Feuerlöscher. Motor- und Getriebeöl an Hauptmaschine und Außenborder wechseln. Umfängliche Lackarbeiten an Deck. Das Alter und die aggressive Sonneneinstrahlung führen zur Verwitterungserscheinungen. Morgen wollen wir dazu in der hiesigen Werft um Rat fragen. Die Liste lässt sich noch lange fortführen, natürlich mit vielen Punkten, die noch nicht in Angriff genommen worden sind. Den Hafen werden wir also noch nicht so bald verlassen.

Ehrlicherweise musss man auch zugeben, dass die Nettozeit, die für diese Aktivitäten zur Verfügung steht äußerst begrenzt ist. Nach dem Frühstück ist schon bald wieder Mittag und danach ist zunächst eine Erholungspause angebracht. Es gibt außerdem eine Reihe weiterer wichtiger Anforderungen, die mit der üblichen Alltagsbewältigung in Verbindung stehen. So gehen die Tage rasch ins Land.

Letzten Dienstag waren wir zu einem vorzüglichen Essen eingeladen. Getafelt wurde auf der Terrasse im wunderschönen Garten. Anschließend gab es ein sehr unterhaltsames Boule-Spiel. 

Ein rundum gelungener Tag mit freundlichen Menschen. Wie soll man da noch zu etwas anderem kommen.


 

 

 

 

 

 

Freitag, 10. Februar 2023

Albufeira, 10. Februar 2023

 Seit dem 15. Dezember sind wir wieder an Bord, also auch über die Weihnachtsfeiertage und dem Jahreswechsel. 

Das erste Mal seit Jahren, an dem wir über diese Winterzeit an Bord sind. 

Übermorgen, also nach fast genau zwei Monaten, fliegen wir zurück nach Hamburg.

Wir hatten hier eine gute Zeit. Nach einigen Regentagen gleich am Anfang, war das Wetter bis Mitte Januar sehr schön. Viel Sonne und kaum Wind. Temperaturen am Tage zwischen 18 und 20 Grad. Abends, nach Sonnenuntergang wurde es aber recht schnell kühl, also die Zeit um sich in die gemütliche Kajüte zurück zu ziehen.

Nach einigen Tagen haben wir Gudrun und Sebastian kennen gelernt, die am Nachbarsteg auf ihrem Schiff leben und arbeiten (Boatoffice also). Das ist schön für uns und nicht unwichtig, weil wir vorher befürchtet hatten, in einem Hafen voller unbewohnter Schiffe womöglich zu versauern. Es ist aber auch sonst nicht völlig leer. Etwa 10 % der Boote sind mindestens zeitweise bewohnt und am Wochenende kommen einige Einheimische dazu. 

Wir waren viel unterwegs. Spaziergänge an die Steilküste oder zum nächsten kleinen Strand. Der übliche Besorgungsweg in die Stadt ist auch nicht zu verachten, führt er doch zunächst über den Hügel und an den Klippen entlang mit Blick über den Hauptstrand von Albufeira.

Auch mit dem Auto waren wir einige Male unterwegs. Quellwasser holen in Monchique, Einkaufen auf dem Bauernmarkt von Olhao oder natürlich in den nächsten Baumarkt. Oder in Fuseta gegrillten Fisch essen.

In der letzten Woche haben wir Angie und Karsten in Olhao besucht und waren danach mit Angie auf einem sehr schönen Mandelblütenfest in einem kleinen Dorf nahe der spanischen Grenze.

So vergehen die Tage wie im Fluge.

Seit drei Wochen sind die Temperaturen allerdings zurück gegangen. Die Nächte wurden recht kalt, sodass alle Decken zu Einsatz kamen. Dank unserer kleinen Heizung wird es aber unter Deck schnell muckelig. Dann wird gekocht und halt etwas ferngesehen.

Heute ist es zum ersten Mal stürmisch. Der hohe Seegang draußen bringt Bewegung bis ins geschützte Hafenbecken und das Schiff knarrt in den Leinen. 


 

Sonntag, 9. Oktober 2022

Albufeira, 9. Oktober 2022

 Die letzten Tage an Bord sind angebrochen. Mittwoch geht unser Flug. Das Schlauchboot ist schon zusammengelegt und verstaut. Die Windsteueranlage und der Außenborder sind gespült und in der Backskiste. Das Vorsegel muss noch abgeschlagen werden und auch sonst sind noch einige Kleinigkeiten zu erledigen. Dann können wir die Santos guten Gewissens hier am Steg zurücklassen.

Statt der geplanten zwei bis drei Tage waren wir doch noch eine gesamte Woche am Anker vor der Insel Culatra. Es waren friedliche Tage in diesem Spätsommer. Nur etwas Kalima-Dunst trübte etwas die ansonsten strahlende Sonne. Trotzdem war es wieder sehr schön dort. 

Wir waren mehrfach auf der Insel und auch in Olhao. Ein Spaziergang am weitgehend einsamen Strand entlang bis Farol war auch dabei. 

Freitag ging es dann wieder zurück zu unserem neuen „Heimathafen“.

Jetzt freuen wir uns auf Hamburg. Und auf die Perspektive, bald wieder hierher zurück zu kommen. 

Insgesamt hatten wir ein sehr positives und vielseitiges Jahr an Bord. Sizilien, Sardinien, die Balearen, das spanische Festland und schließlich die Algarve waren die Reise wert. Die wenigen Minuspunkte sind längst vergessen.

Hiermit enden die Berichte für diese Saison.

 

 

 

 

 

 


 

Sonntag, 2. Oktober 2022

Culatra, 2. Oktober 2022

 Am vergangenen Freitag haben wir uns wieder auf den Weg gemacht und sind gemeinsam mit Yagoona hier nach Culatra gesegelt. So können wir die Zeit bis zum Flug nach Hamburg auf angenehme Weise nutzen. Das Wetter ist noch schön und Segelwind hatten wir auch, zumindest zum Teil.

Der Ankerplatz ist jetzt weniger stark besucht und der kleine Ort auf Culatra ist ruhiger. Die Saison geht langsam zu Ende. Trotzdem kommen noch täglich neue Schiffe und andere machen sich auf den Weg.  Wer zu den Kanaren will ist noch gut in der Zeit.

Gestern Mittag waren wir mit Barbara und Hageh noch einmal bei Janoca, diesmal zu einer reichhaltigen Cataplana. Es hat sehr gut geschmeckt.

Außerdem waren wir wieder mit der Fähre in Olhao.  Der samstägliche Markt neben den Markthallen bietet hauptsächlich frisches Obst und Gemüse aus der Region. 

Reichlich bepackt ging es mit der Fähre zurück und mit dem Beiboot wieder an Bord.

Heute war es nicht mehr so klar. Dunstiges Wetter und ein kräftiger Wind haben uns einen Bordtag beschert. Der grandiose Sonnenuntergang gestern stand schon für den Wetterumschwung. 

Die kommenden Tage sollen wieder etwas kühler werden.